Allgemeines

Die 11-stellige Steueridentifikationsnummer (abgekürzt: Steuerident oder Steuer-ID) wird jedem Bundesbürger ab der Geburt (bzw. bei vor 2007 geborenen: per schriftlicher Mitteilung) zugeteilt. Dies soll die besonders schnelle, eindeutige Zuordnung und Identifizierung seitens des Finanzamtes gewährleisten – selbstverständlich DSVGO-konform. Die Nummer bleibt ein Leben lang gleich, unabhängig von Wohnort und (wechselnder) Tätigkeit des Inhabers. Abzugrenzen ist die Steuerident von der Steuernummer, welche bei einer selbstständigen Tätigkeit zugeteilt wird.

Die Steuerident für Sie im Alltag – schnelle Identifikation beim Behördenkontakt

Bei jeglicher Korrespondenz mit dem Finanzamt (oder sofern zutreffend: im Einzelfall den zuständigen, anderen Behörden) ist die Steuerident vonnöten, damit Ihr Anliegen von der korrekten Abteilung und dem richtigen Sacharbeiter bearbeitet werden kann. Zusätzlich dient diese dabei als Identifikations- und Prüfinstrument (schließlich kennt nicht jeder Ihre persönliche Steuerident).

Die Steuerident als Pflichtangabe

Bei der Eröffnung eines Bankkontos oder dem Wechsel des Arbeitgebers müssen Sie Ihrem Vertragspartner die Steuer-ID mitteilen. Nur so können die Bank in Bezug auf die gesetzlichen Vorgaben zur Geldwäsche und der Arbeitgeber in Fragen der Lohnabrechnung (und Abführung der Lohnsteuer) ordnungsgemäß tätig werden.

Der Zuteilungsprozess

Jeder ab 2007 geborene Bürger erhält automatisch eine Steuer-ID. Vor 2007 Geborene bekommen postalisch vom Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) ihre ID mitgeteilt. Sollten Sie diese verlegt oder noch keine entsprechende Briefmitteilung erhalten haben, können Sie diese formlos beim BZSt anfragen (oder ggf. auf Ihrem letzten Steuerbescheid oder der Lohnabrechnung nachsehen).

Abgrenzung zur Steuernummer

Bisher wurde – vor Einführung der Identifikationsnummer die sogenannte Steuernummer eingesetzt. Diese wurde auf Wunsch an natürliche und juristische Personen zur einfacheren Identifizierung und Zuordnung vergeben. Noch ist nicht abzusehen, wann diese gänzlich von der neueren Identifikationsnummer abgelöst sein wird. Aktuell sind beide Systeme parallel im Einsatz.