Die Selbstkosten beziehen sich auf die direkten Kosten, die bei der Herstellung der in einem Unternehmen verkauften Waren anfallen. In diesem Betrag sind die Kosten für die zur Herstellung der Ware verwendeten Materialien sowie die direkten Arbeitskosten für die Herstellung der Ware enthalten. Sie umfassen auch die sogenannten Handlungskosten oder Gemeinkosten, die alle zum in Handel bringen einer Ware anfallenden Kosten umfassen. Der Selbstkostenpreis ist der Preis einer Ware, der die Selbstkostenabdeckung erreicht.

Wie erfolgt die Berechnung?

Der verkaufte Bestand wird in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Selbstkostenkonto ausgewiesen. Die Berechnung bezieht sich auf den Wert des Inventars. Wenn ein Unternehmen ein physisches Produkt verkauft, verkauft es aus einem Inventar. Möglicherweise handelt es sich bei diesem Unternehmensinventar um Artikel, die bei einem Großhändler gekauft werden oder die selbst hergestellt werden. Das Anfangsinventar für das Jahr ist das verbleibende Inventar aus dem Vorjahr, das heißt die Waren, die im Vorjahr nicht verkauft wurden. Alle zusätzlichen Produktionen oder Einkäufe eines Herstellers oder Einzelhändlers werden dem Anfangsbestand hinzugefügt. Zum Jahresende werden die nicht verkauften Produkte von der Summe aus Anfangsbestand und Zukäufen abgezogen. Die endgültige Zahl, die sich aus der Berechnung ergibt, sind die Selbstkosten des Jahres.

Welche Informationen werden geliefert?

Die Selbstkosten ist eine wichtige Messgröße für den Jahresabschluss, da sie von den Umsatzerlösen eines Unternehmens abgezogen werden, um dessen Bruttogewinn zu bestimmen. Der Bruttogewinn ist eine Rentabilitätsmessung, die bewertet, wie effizient ein Unternehmen seine Arbeitskräfte und Lieferungen im Produktionsprozess verwaltet.
Da es sich bei Selbstkosten um Geschäftskosten handelt, werden diese in der Gewinn- und Verlustrechnung als Geschäftsaufwand erfasst. Wenn Sie die Kosten der verkauften Waren kennen, können Analysten, Investoren und Manager das Unternehmensergebnis einschätzen. Wenn die Selbstkosten steigen, sinkt das Nettoeinkommen. Während diese Bewegung für Einkommensteuerzwecke vorteilhaft ist, wird das Geschäft weniger Gewinn für seine Aktionäre haben. Unternehmen versuchen daher, ihre Selbstkosten stets so niedrig wie nur möglich zu halten, um in der Berechnung enstprechend höhere Nettogewinne zu erzielen.