Die Standards IAS und IFRS sind internationale Verordnungen, nach denen die Unternehmen je nach Land und Rechtsform ihre Jahresabschlüsse erstellen können oder sogar teils müssen.

IAS = International Accounting Standards
IFRS = International Financial Reporting Standards

Diese Standards haben internationale Gültigkeit und entsprechend in etwa dem Inhalt des Handelsgesetzbuches in Deutschland.

Was sind die Unterschiede?

Beide Vorschriften haben ihre Rechtsgültigkeit. Der Unterschied liegt lediglich aus der Zeit der Erstellung.

Die International Accounting Standards wurden bis zum Jahr 2000 vom IASC (International Accounting Standards Commitee) herausgegeben. Dieses Komitee ist mit internationalen Rechtsexperten besetzt. Inhalt dieser Fassung sind grundlegende Vorschriften der Rechnungslegung sowie Probleme der Bilanzierung.

Die IFRS ersetzen seit dem Jahr 2001 die International Accounting Standards und wurden ebenso vom IASC herausgegeben. Inhaltlich sind es die gleichen Themen wie beim International Accounting Standards. Themen sind: Einkommenssteuer, Leasing, die Umsatzermittlung und das Anlagevermögen sowie die Darstellung der Abschlüsse.

Struktur des IAS und des IRFS

Die Rechnungslegungsstandards des IAS und IRFS sind in einzelne Standards unterteilt. Diese orientieren sich an den angelsächsischen Systemen der Rechnungslegung. Diese werden anhand von Beispielen genau erklärt.

Gültigkeit

In der Europäischen Union sind die Unternehmen, welche Kapitalmarkt orientiert sind, verpflichtet, ihren Abschluss nach den Regeln des IAS/IFRS zu erstellen. Die Unternehmen, welche börsennortiert sind, müssen ihren Abschluss nach diesen internationalen Standards vornehmen.

In 120 Ländern gelten die IFRS und somit findet eine einheitliche Offenlegung der finanziellen Lage und Ergebnisse statt. Diese internationalen Bestimmungen erleichtern den Vergleich von Unternehmen aus den unterschiedlichen Ländern.