Bei der DATEV eG handelt es sich um einen IT-Dienstleister, der sich auf Softwarelösungen für Steuerberater, Rechtsanwälte und Wirtschaftsprüfer spezialisiert hat. Zielgruppe der inzwischen über 200 Softwarelösungen sind aber auch kleine und mittelständische Unternehmen, Vereine und Kommunen. Das erklärte Ziel der DATEV eG ist die Vereinfachung der Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Steuerberatungskanzlei.

Die wichtigsten Eckdaten rund um die DATEV eG

Das Unternehmen wurde am 14. Februar 1966 von Joachim Mattheus, Dr. Heinz Siebiger und 63 weiteren Mitgliedern gegründet. Ziel der beiden war es, die Buchführung EDV-gestützt zu erledigen. Vor allem die Umsetzung, der im Jahre 1968 eingeführten, Mehrwertsteuer (auch Netto-Allphasen-Umsatzsteuer mit Vorsteuerabzug genannt) sollte vereinfacht werden.

Während die Daten der Mandanten zunächst noch per Post versandt wurden, war es ab 1974 schon möglich, die Daten mittels Datenfernübertragung in ein Rechenzentrum zu verschicken. Damit wurde der Grundstein für zahlreiche Software-Lösungen gelegt.

Neben Deutschland ist die DATEV eG heute zudem auch in Ungarn, Spanien, Italien, Polen, Österreich, der Slowakei, Belgien, Japan und Tschechien tätig.

Übrigens: Mitglied der Genossenschaft dürfen bis heute nur Personen mit einem steuerberatendem, wirtschaftsprüfendem und rechtsberatendem Beruf werden. Den letzten Zahlen zufolge zählt das Unternehmen inzwischen über 40.000 Genossen.

Die DATEV eG in Zahlen

– Nach eigenen Aussagen wurden im Jahr 2018 301.334 Kunden betreut und so ein Umsatz von 1,034 Milliarden Euro erwirtschaftet.
– Im Rahmen dessen werden beispielsweise pro Monat durchschnittlich 13,5 Millionen Lohn- und Gehaltsabrechnungen erstellt.
– Im letzten Jahr waren 7.606 Mitarbeiter für die Genossenschaft tätig.

Für diese Branchen bietet die DATEV eG Softwarelösungen an

Nachdem ursprünglich Gesamtlösungen für alle Branchen angeboten wurden, hat die DATEV Genossenschaft in den letzten Jahren immer mehr branchenspezifische Lösungen in ihr Portfolio aufgenommen. Hierzu zählen u. a.

– Automobilunternehmen
– das Baugewerbe
– Hotel- und Gastronomie
– Personaldienstleister
– soziale Einrichtungen und
– Vereine

Der Grund hierfür ist, dass jede Branche ihre Besonderheiten bei Aspekten wie dem betrieblichen Rechnungswesen, der Finanzbuchführung sowie Lohn- und Gehaltsabrechnung hat.

Durch die weitgehend automatisierte Datenübertragung zwischen Unternehmen, Steuerkanzleien und Institutionen wie Berufsgenossenschaften, Krankenkassen, statistischen Ämtern und Finanzverwaltungen soll der Aufwand für kaufmännische Aufgaben so gering wie möglich gehalten werden. Dabei legt die Genossenschaft nach eigenen Aussagen allerdings dennoch großen Wert auf Datenschutz und Sicherheit.