Anlagevermögen verständlich erklärt

Das Anlagevermögen verbleibt über einen längeren Zeitraum oder dauerhaft im Unternehmen. Das kurzfristig verbleibende Umlaufvermögen sowie das Anlagevermögen ist das Gesamtvermögen eines Unternehmens. Für die Ausstattung, den Aufbau und die Funktionsfähigkeit eines Unternehmens wird das Gesamtvermögen gebildet.

Definition Anlage- und Umlaufvermögen:

a)
Anlage-Vermögen + Umlaufvermögen = Gesamtvermögen

b)
Anlage-Vermögen = verbleibt langfristig im Unternehmen
Anlage-Vermögen = Firmen-PKW, Grundstücke und Maschinen

c)
Umlaufvermögen = verbleibt Kurzfristig im Unternehmen
Umlaufvermögen = Waren, Rohstoffe und Bankguthaben

Wie das Management die Definition auslegt, ob Anlage- oder Umlaufvermögen, wird teils unterschiedlich gehandhabt.

Anlage- oder Umlaufvermögen in der Bilanz

Es gilt eine klare Handhabung nach § 266 HGB, dass das Anlage-Vermögen „unter Aktiva“ auf der linken Seite der Bilanz gebildet wird.

Auf der Aktiva-Seite werden folgende Werte aufgelistet:

Lizenzen und Patente etc. als Immaterielle Vermögensgegenstände. Maschinen, Fahrzeuge, Grundstücke und Geschäftsausstattung als Sachanlagen. Anleihen und Wertpapiere gehören zu den Finanzanlagen.

Wie werden Anlage-Vermögen verbucht?

Die Buchhaltung unterscheidet zwischen abnutzbarem und nicht abnutzbarem Anlagevermögen. Bei gewissen Gegenständen wird davon ausgegangen, dass diese nicht abnutzbar sind. Hierzu zählen Geldanlagen wie Wertpapiere, Anleihen oder Grundstücke. Diese werden in der Rubrik „Anschaffungs- oder Herstellungskosten“ bewertet.

Andere Vermögenswerte nutzen sich ab, wie PKW, PC oder Gebäude. Dieser Werteverlust wird als Abschreibung ausgedrückt und unterliegt einer Afa-Tabelle. Die Bewertung sagt etwas über die Anlagenintensität aus.

Eine niedrige Anlagenintensität wirkt sich in der Bilanz positiv aus. Wenig Kapital ist somit im Unternehmen gebunden. Es stehen mehr flüssige Mittel zur Verfügung.

Der Anlagenabnutzungsgrad ist eine weitere betriebswirtschaftliche Kennzahl. Diese Zahl gibt an, zu welchem Zeitpunkt eine Anlage als vollständig abgeschrieben gilt.

Umso höher der Abnutzungsgrad der Anlagen, umso früher kommt der Zeitpunkt neuer notwendigen Ersatzinvestitionen.