Definition

Unter einer Abschreibungsmethode versteht man die Art, nach der die Wertminderung von den Vermögensgegenständen innerhalb einer Firma oder einem Konzern gemessen wird. Somit erfasst sie den Wertverlust von Gütern, der über die Nutzungsdauer durch den Verschleiß zu Stande kommt.

Welche Abschreibungsmethoden gibt es?

Zur Ermittlung des Wertverlusts kommen verschiedene Methode in Frage:
– Lineare Abschreibung
– Degressive Abschreibung
– Kombinierte Abschreibung
– Progressive Abschreibung
– Leistungsbezogene Abschreibung

In der Regel ist die Methode aus buchhalterischer Sicht nicht freiwillig wählbar, sondern wird vom geltenden Recht zwingend vorgeschrieben. Derzeit ist die einzige anwendbare Methode die lineare Abschreibung. Bei der linearen Abschreibung werden die Kosten eines Gutes gleichmäßig auf die geplante Nutzungsdauer angerechnet. Demnach nimmt man in der Praxis an, dass der Vermögensgegenstand über die Jahre hinweg in gleicher Weise an Wert verliert. Im Vergleich dazu wird bei der degressiven Abschreibung in jedem Geschäftsjahr ein gewisser Prozentsatz des verbleibenden Wertes vom Vorjahr abgeschrieben. Somit werden die ersten Jahre stärker abgeschrieben als die Folgejahre. Anwendung fand diese Methoden vor allem bei Maschinen, die in ihrer Anfangszeit aufgrund einer erhöhten Nachfrage häufiger zum Einsatz kamen als in den darauffolgenden Perioden. Bezüglich der degressiven Abschreibungsformen unterscheiden Wirtschaftsexperten die geometrisch-degressive Abschreibung und die arithmetisch-degressive Abschreibung. Gegensätzlich zur degressiven Abschreibung wird die progressive Abschreibung beschrieben, denn bei dieser Methode wird mit jährlich steigenden Beträgen kalkuliert. Allerdings kam diese Variante nur äußerst selten zum Einsatz. Adäquat zur degressiven Abschreibung untergliedert man auch die progressive Abschreibung in die geometrisch-progressive Abschreibung und die arithmetisch-progressive Abschreibung. Neben diesen Methoden gibt es zusätzlich die kombinierte Abschreibung, bei der Elemente mehrerer Arten miteinander verbunden werden, das heißt zu Beginn wird beispielsweise die degressive Abschreibung angewendet, zu einem späteren Zeitpunkt wird allerdings auf die lineare Abschreibungsmethode zurückgegriffen. Üblicherweise erfolgt die Umstellung in dem Geschäftsjahr, in dem sich der Wert der linearen Abschreibung unter dem der degressiven Abschreibung befindet. Unter der leistungsbezogenen Abschreibung versteht man die Verteilung der Kosten in Abhängigkeit von der erbrachten Leistung während der verschiedenen Nutzungsjahre. Somit errechnet sie die realistische Abnutzung eines Gutes, der je nach Nutzungsintensität variiert. Dazu ist es allerdings notwendig einerseits die Gesamtnutzungsdauer zu kennen und andererseits die gesamte Leistung, die die Maschine insgesamt erbringen wird.