Abrechnungsmodelle
Vom klassischen Pauschalpreis bis zur nutzungsbasierten Abrechnung: Fakturia deckt die gängigsten Preislogiken direkt nativ ab und lässt sich über die REST-API flexibel für individuelle und verbrauchsabhängige Modelle erweitern.
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Nativ unterstützte Abrechnungsmodelle
API
Flexible Erweiterung für individuelle Modelle
frei
Kombinierbar mit Zusatzfeldern & Reports
Warum das richtige Abrechnungsmodell entscheidend ist
Kaum eine Entscheidung beeinflusst den Erfolg eines Abo-Geschäfts so unmittelbar wie das gewählte Abrechnungsmodell. Ob Flatrate, Mengenrabatt oder verbrauchsabhängige Abrechnung nach tatsächlicher Nutzung – jedes Modell hat eigene Anforderungen an die Software dahinter. Fakturia bildet die gängigsten Preislogiken direkt in der Vertrags- und Artikelverwaltung ab und lässt sich für darüber hinausgehende, individuelle Anforderungen über die REST-API gezielt erweitern.
Diese Seite gibt einen vollständigen Überblick: welche Modelle nativ in Fakturia konfigurierbar sind, wie der Weg für nutzungsbasierte Abrechnung (Usage-based Billing) konkret aussieht, und welche weiteren Preislogiken sich über die API realisieren lassen.
Nativ unterstützte Abrechnungsmodelle
Diese beiden Modelle lassen sich vollständig in der Fakturia-Oberfläche konfigurieren – ganz ohne API-Anbindung oder externes System.
Pauschalpreis (Flat-Fee)
Ein fixer Preis pro Abrechnungszeitraum – wahlweise pro Monat, Jahr, Woche oder Tag. Das klassische Modell für SaaS-Lizenzen, Mitgliedschaften, Wartungsverträge oder digitale Abonnements. Der Preis wird einmalig am Artikel hinterlegt und bei jedem Rechnungslauf automatisch für alle aktiven Verträge berücksichtigt.
Volumenpreis (Volume Pricing)
Der Preis pro Einheit richtet sich nach der insgesamt abgenommenen Menge. Ein Beispiel: Ab 2.000 Stück gilt ein Preis von 0,50 € pro Einheit, ab 3.000 Stück sinkt der Preis auf 0,30 € pro Einheit. Sobald die definierte Mindestmenge erreicht ist, wendet Fakturia automatisch den neuen Einheitspreis auf die komplette Abnahmemenge an. Besonders praktisch für Mengenrabatte im B2B-Geschäft.
Der Weg für nutzungsbasierte Abrechnung (Usage-based Billing)
Immer mehr SaaS- und Plattform-Geschäftsmodelle rechnen nicht mehr nach Pauschale, sondern nach tatsächlichem Verbrauch ab – etwa nach API-Aufrufen, verarbeiteten Dokumenten, Transaktionen oder Speichervolumen. Ein automatisches Verbrauchs-Tracking ist bei Fakturia aktuell in Planung, aber noch nicht nativ verfügbar. Wer dennoch stark nutzungsbasierte Modelle über Fakturia abrechnen möchte, nutzt dafür den vorgesehenen API-Weg:
- Verbrauch im eigenen System erfassen. Die tatsächliche Nutzung – z. B. Anzahl der API-Calls, verarbeiteten Dokumente oder verbrauchten Einheiten – wird während des Abrechnungszeitraums in Ihrem eigenen (Dritt-)System protokolliert. Fakturia selbst führt hierfür kein Live-Tracking.
- Am Ende der Abrechnungsperiode auswerten. Zum Periodenende – etwa zum Monatsende – ermitteln Sie in Ihrem System, welche Menge welches Artikels zu welchem Nettopreis (sofern abweichend vom Listenpreis) abgerechnet werden soll.
- Leistung per API einbuchen. Über den API-Aufruf zur Leistungserfassung („Leistung erfassen") werden diese Werte in Fakturia eingebucht. Alternativ lassen sich einzelne Leistungen bei Bedarf auch manuell über die Backoffice-Oberfläche anlegen.
- Automatische Übernahme in die Rechnung. Fakturia berücksichtigt alle eingebuchten Leistungen automatisch im nächsten regulären Rechnungslauf und stellt sie zusammen mit den übrigen Vertragspositionen in Rechnung.
⏳ Wichtige zeitliche Grenze beim Einbuchen
Für die API-Einbuchung verbrauchsabhängiger Leistungen gilt ein fester Stichtag: Nur Leistungen, die vor dem Start des jeweiligen Rechnungslaufs erfasst wurden, landen noch auf der aktuellen Rechnung. Startet der Rechnungslauf beispielsweise am 1. Januar wenige Sekunden nach Mitternacht, müssen sämtliche Verbräuche des Vormonats bis spätestens 31. Dezember, 23:59 Uhr eingebucht sein. Alles, was danach übermittelt wird, erscheint automatisch erst auf der Folgerechnung. Es liegt in Ihrer Verantwortung, sicherzustellen, dass sämtliche Leistungen vollständig vor diesem Stichtag erfasst sind.
Dieser API-Weg ist bewusst generisch gehalten: Er lässt sich nicht nur für klassisches Usage-based Billing nutzen, sondern auch für weitere individuelle Abrechnungslogiken, die aktuell nicht direkt in der Oberfläche konfigurierbar sind – etwa gestaffelte Preise innerhalb einer Abnahmemenge, Treppenstufen-Modelle oder eine prozentuale Beteiligung am Umsatz Ihres Kunden. In allen Fällen gilt: Die eigentliche Preisberechnung erfolgt kundenseitig in Ihrem System, Fakturia übernimmt anschließend nur noch die fertig berechnete Position in die Rechnung.
Weitere individuelle Modelle über denselben API-Mechanismus
Über die gleiche Leistungserfassung, die für nutzungsbasierte Abrechnung genutzt wird, lassen sich auch komplexere, in der Oberfläche nicht direkt abbildbare Preislogiken realisieren.
Staffelpreise (Tiered Pricing)
Innerhalb einer einzelnen Abnahmemenge wird für jede Preisstufe ein eigener Preis berechnet – z. B. die ersten 2.000 Stück zu 0,50 €, die nächsten 2.000 Stück zu 0,30 € und die letzten 1.000 Stück zu 0,25 €. Die gestaffelte Berechnung erfolgt kundenseitig, das Ergebnis wird per API eingebucht.
Treppenstufen-Modelle (Stairstep Pricing)
Abrechnung in festen Blöcken statt Einzelpreisen – z. B. 1–5 Nutzer für 50 €/Monat, 6–10 Nutzer für 40 €/Monat. Der passende Block wird kundenseitig ermittelt und als Position eingebucht.
Inklusivkontingente
Ein SaaS-Paket enthält z. B. 5.000 API-Aufrufe pauschal, jeder weitere Aufruf wird mit 0,004 € berechnet. Das Kontingent lässt sich über ein Zusatzfeld an Vertrag oder Artikel hinterlegen; die Verbrauchserfassung und Kontingentprüfung erfolgt kundenseitig, nur der übersteigende Verbrauch wird per API eingebucht.
Prozentuale Umsatzbeteiligung
Fakturia berechnet z. B. 2 % eines vom Endkunden im Fremdsystem erzeugten Umsatzes von 50.000 €. Die Berechnung des Prozentsatzes erfolgt in Ihrem System; der resultierende Betrag wird anschließend als Position per API eingebucht.
Alle Abrechnungsmodelle im Vergleich
Die folgende Übersicht zeigt auf einen Blick, welche Modelle direkt in der Fakturia-Oberfläche konfigurierbar sind und welche über die API realisiert werden.
| Abrechnungsmodell | Umsetzung | Berechnung erfolgt |
|---|---|---|
| Pauschalpreis (Flat-Fee) | Nativ konfigurierbar | Automatisch durch Fakturia |
| Volumenpreis (Volume Pricing) | Nativ konfigurierbar | Automatisch durch Fakturia |
| Nutzungsbasierte Abrechnung (Usage-based) | Über API | Kundenseitig, dann API-Einbuchung |
| Staffelpreise (Tiered Pricing) | Über API | Kundenseitig, dann API-Einbuchung |
| Treppenstufen-Modelle (Stairstep) | Über API | Kundenseitig, dann API-Einbuchung |
| Inklusivkontingente | Über API | Kundenseitig, dann API-Einbuchung |
| Prozentuale Umsatzbeteiligung | Über API | Kundenseitig, dann API-Einbuchung |
Stand der Übersicht: aktueller Funktionsumfang von Fakturia. Bei Fragen zu Ihrem individuellen Abrechnungsmodell beraten wir Sie gerne persönlich.
Abrechnungsmodelle im Zusammenspiel mit anderen Fakturia-Funktionen
Unabhängig vom gewählten Modell fügt sich die Abrechnung nahtlos in die übrige Fakturia-Plattform ein.
Zusatzfelder für Sonderfälle
Individuelle Kennzahlen wie Inklusivkontingente oder Sondervereinbarungen lassen sich über Zusatzfelder an Vertrag oder Artikel hinterlegen und stehen so auch im FiBu-Export zur Verfügung.
Reports über alle Modelle hinweg
Ob Pauschalpreis, Volumenpreis oder API-eingebuchte Leistung: Alle Positionen fließen automatisch in die MRR/ARR-Auswertung und die übrigen Fakturia-Reports ein.
Upgrade/Downgrade-fähig
Auch bei einem Tarifwechsel lassen sich hinterlegte Sonderpreise, Rabatte und Provisionsregeln auf den neuen Vertrag übertragen – sofern der jeweilige Artikel im Folgevertrag erhalten bleibt.
DATEV-konforme Verbuchung
Unabhängig vom Abrechnungsmodell werden alle Rechnungspositionen automatisch für den DATEV-Export aufbereitet – inklusive korrektem Sachkonto.
Praxisbeispiel: SaaS-Paket mit Inklusivkontingent
So sieht die Kombination aus Pauschalpreis und Verbrauch in der Praxis aus
Ein SaaS-Anbieter verkauft ein Paket mit einer monatlichen Pauschale von 99 €, die 5.000 API-Aufrufe enthält. Das Kontingent wird als Zusatzfeld am Vertrag hinterlegt. Der Anbieter zählt die tatsächlichen API-Aufrufe in seinem eigenen System. Zum Monatsende ermittelt er die Anzahl der Aufrufe oberhalb des Kontingents und bucht diesen Mehrverbrauch – multipliziert mit 0,004 € pro Aufruf – vor Start des nächsten Rechnungslaufs per API als zusätzliche Position ein. Fakturia stellt anschließend automatisch eine Rechnung mit zwei Positionen: der Pauschale und dem abgerechneten Mehrverbrauch.
Made in Germany
Fakturia wird ausschließlich in Deutschland entwickelt und auf Servern in einem TÜV-zertifizierten Rechenzentrum in Nürnberg betrieben. Die Software ist vollständig DSGVO-konform. Entwicklerin ist die Luminea IT Services GmbH aus Sauerlach bei München, am Markt seit 2007 und im Privatbesitz ihrer Gesellschafter – ohne Abhängigkeit von ausländischen Investoren.
Jetzt kostenlos testen
Überzeugen Sie sich selbst: Testen Sie Fakturia kostenlos mit einer vollständigen Sandbox-Umgebung – inklusive API-Zugang für individuelle Abrechnungsmodelle. Kein Risiko, keine Kreditkarte erforderlich.
Für einen schnellen Einstieg bieten wir optional ein Premium-Onboarding (einmalig 1.200 EUR) an: Wir richten Ihre Sandbox ein und übertragen alle Einstellungen in die Produktivumgebung.

